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"Nur durch Reflexion werden aus Erlebnissen Erfahrungen"
unbekannt
"Ein guter Spruch ist die Wahrheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz" sagt Theodor Fontane. Und in einem guten Spruch liegt immer auch ein Schatz an Erfahrung. Im Laufe vieler Beratungs- und Trainingsprozesse bin ich auf wiederkehrende Aspekte bei der Gestaltung von Lern- und Veränderungsprozessen gestoßen, die ich hier in Form von Zitaten wiedergeben möchte.    
"Wenn Du keine Zeit hast, dann spare zu Beginn nicht damit!" 
Lern- und Veränderungsprozesse brauchen Zeit. Und häufig haben wir genau davon am wenigsten. Und so lassen wir uns nicht selten dazu verleiten, Zeit effektiv und effizient zu nutzen. Schnell alles streifen, alles abhandeln führt häufig dazu, dass es auch schnell wieder auf der Tagesordnung steht. Das, was wir glauben an Zeit zu sparen, holt uns so später wieder in Form von Unterbrechungen, Störungen, wiederholten Runden um das gleiche Thema und anderen "Zeitfressern" ein. 
"Ich habe keine Zeit den Hühnerzaun zu reparieren, ich muß Hühner jagen gehen." unbekannt
Die zunehmende Arbeitsdichte, die immer wieder auflodernden Brände, die einen scheinbar zwingen Feuerwehr zu spielen, die vielen Hühner hinter denen wir gerade herjagen .... das alles hält uns häufig davon ab, an den Grundlagen zu arbeiten. Manchmal aber scheint es notwendig zu sein, ein paar Hühner laufen zu lassen, um in Ruhe dafür zu sorgen, dass bestimmte Fragen und Probleme nicht immer wieder bearbeitet werden müssen. 
"Wie kriege ich raus, ob eine Tomatensuppe heiß ist und schmeckt?" unbekannt
Mit der Entscheidung, ob man bei anstehenden Lern- und Veränderungsprozessen professionelle Unterstützung in Anspruch nimmt, ist es wie mit den Veränderungsideen selbst: vor der Erfahrung steht immer das Ausprobieren. Ob die Tomatensuppe wohl schmeckt? Ob sie heiß ist? Ob sie mich satt macht? Ob sie ausreicht? Letzt endlich kann man solange überlegen wie man möchte - wissen wird man es erst, wenn man sie ausprobiert hat.   
 "Wanderer, einen Weg gibt es nicht, den Weg machst Du beim Gehen." Antonio Machado Y Ruiz
Auch wenn die Bücherregale in den Buchläden vollstehen mit (Minuten-) Ratgebern, die Lösungen nach Checklisten und Rezeptvorschlägen anbieten, glaube ich nicht, dass es die eine richtige Lösung oder die Lösung von der Stange gibt. Lösungsprozesse sind in der Regel ganz individuell. Die eigenen Lösungswege entstehen beim Gehen. 
"Es gibt keine Wirklichkeit, nur viele unterschiedliche Ideen darüber."
Und so wie Lösungswege individuell und ganz unterschiedlich sind, so sind es auch die Blicke auf das, was wir dann "Wirklichkeit" nennen. Unsere Wahrnehmung ist sehr stark geprägt von unseren Überzeugungen und Bewertungen. Wir sehen nicht selten die Dinge so, wie wir sie sehen wollen oder wie sie in unsere Weltbilder passen. Daher macht es wenig Sinn, über so etwas wie "Wirklichkeit" zu streiten. Vielmehr kann es hilfreich sein, die Überzeugungen und Modelle zu betrachten und zu reflektieren, die unsere Wahrnehmung prägen. Wie wirken sie sich auf das aus, was wir Wirklichkeit nennen? In einem hilfreichen Sinne? Oder schränken sie unsere Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten ein? Statt dann mit aller Macht die Wirklichkeit an unsere Überzeugungen und Modelle anzupassen, wäre es vielleicht einfacher und hilfreicher an unseren "Wahrnehmungskonstrukten" zu arbeiten.    
"Erfolg macht dumm." Bernd Schumacher
Probleme sind die Lösungen von Gestern. Häufig haben wir frühere Aufgaben und Herausforderungen irgendwie erfolgreich bewältigt Wir übernehmen dann diese erfolgreichen Lösungsansätze (Verhaltensweisen) in unser Repertoire. Die entsprechenden Verhaltensweisen und Überzeugungen werden zu Mustern und Routinen. Wir überprüfen dann häufig nicht mehr, ob die Rahmenbedingungen und Situationen sich geändert haben, ob die Verhaltensweisen und Denkansätze noch passen. In diesem Sinne verändern wir uns nicht mehr oder lernen nicht mehr. So macht früherer Erfolg dumm.  
"Nur aus Fehlern lernt man ... nicht!" unbekannt
Häufig machen wir uns auf die Suche nach dem, was nicht funktioniert. Wir analaysieren Fehler, Probleme und Defizite. Nicht selten verfallen wir dabei in eine Art Problemtrance: wir aktivieren zu den Problemen und Defiziten die entsprechenden Empfindungen. Und in dieser Verfassung machen wir uns dann auf die Suche nach Lösungen. Doch was gibt es in einem System an funktionierenden Lösungen und (Arbeits-) Abläufen? Welche Ausnahmen vom Problem gibt es, Situationen in denen das beschriebene Problem nicht oder weniger da ist? Wie ist das möglich? Wie haben wir frühere Herausforderungen gemeistert? Die Konzentration auf Funktionierendes, auf bereits vorhandene Ressourcen und Lösungsansätze schafft so etwas wie eine "Lösungstrance", eine Stimmung, ein Bewusstsein, in dem wir wieder mehr Möglichkeiten und Wege sehen und entwickeln können.
"Gemeinsam bleiben wir blöd." in Anlehung an einen Buchtitel von Fritz B. Simon
In einer Abteilung, einer Firma, einer Gruppe, einem Team bildet sich häufig ein gemeinsamer Satz an Überzeugungen und Strategien heraus. Dies ist für eine kooperative Zusammenarbeit auch in einem gewissen Umfang notwendig. Aber auch hier können frühere Lösungen zum Problem werden. Denn wie kommen neue Denkanstöße für Lern- und Veränderungsprozesse ins System? Wie sorgt ein System für frischen Wind? Wie wird mit neuen Gedanken (z.B. neuer Mitarbeiter/innen) umgegangen? Bleiben wir gemeinsam blöd ode gibt es so etwas wie eine Lernkultur, eine Bereitschaft an Reibungen und Konflikten, Widerständen und Problemen zu lernen und sich den veränderenden Herausforderungen anzupassen?
"Wer das tut, was er immer tut, muss sich nicht wundern, dass er das kriegt, was er immer kriegt." unbekannt
Beratung, Training, Supervision machen nur Sinn, wenn sie einen Unterschied machen, einen Unterschied zu vorher. Einen Unterschied in den eigenen Betrachtungsweisen, Bewertungen, Überzeugungen. Einen Unterschied, der auch zu Veränderungen in Verhaltensweisen führt. Lernen und Veränderung heißt immer auch, die eigenen Verhaltensmöglichkeiten zu erweitern. Und da (das Arbeits-) Leben sich immer in Interaktionen vollzieht, führen noch so kleine Verhaltensänderungen zu Veränderungen in Beziehungsdynamiken und damit zu veränderten Ergebnissen. 
"Ändere etwas, nicht jemand." unbekannt 
Im Prinzip ist dieses Zitat die Fortsetzung des vorangegangen. Wer sich vornimmt, an der Veränderung anderer zu arbeiten, sollte entweder über übermenschliche Kräfte verfügen oder aber einen guten Therapeuten haben.Wir können nicht gezielt in das Innenleben anderer eingreifen. Wir können unsere eigenen Verhaltensweisen, Spielregeln, Abläufe, Rahmenbedingungen und Strukturen ändern. Diese Änderungen lösen Veränderungsprozesse in unserer Umwelt aus. Sie stören die gewohnten Bahnen, im besten Falle in einem hilfreichen Sinn.  

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